08/06/2019
Zum zweiten Mal in kürzester Zeit haben wir es bei unseren Kunden mit einer Malware zu tun bekommen, die über ein Word-Dokument eingeschleust werden sollte. Woher kommen diese E-Mails? Der PC eines Geschäftspartners ist von dieser Malware befallen. Die Malware liest die E-Mail-Kommunikation auf dem kompromittierten System aus und antwortet auf eine vorhandene E-Mail-Kommunikation. Empfänger solcher E-Mails erkennen dann diese Kommunikation als die eigene an und öffnen bedenkenlos die Anhänge an solchen E-Mails. Soweit die Theorie. Unsere Kunden sind offensichtlich ordentlich sensibilisiert und waren sich in beiden Fällen unsicher, ob die Kommunikation wirklich von ihren Geschäftspartnern stammt.
Es kam in beiden Fällen zu keinem Schaden, und es wäre auch in keinem Fall zu einem Schaden gekommen. Unsere Kunden sind zusätzlich zum klassischen Endpoint-Schutz mit dem SOPHOS Intercept X ausgestattet, das eine Malware nicht kennen muss, so wie ein klassischer Virenscanner, sondern das verhaltensbasiert arbeitet. Dieses Intercept X erkennt eine Bedrohung nicht am Programm selbst, sondern am Verhalten des Programms.
Trotzdem möchten wir eine Warnung ausgesprochen und eine Vorgehensweise formuliert haben. Nach dem ersten Öffnen einer solchen E-Mail-Anlage, in diesem Fall ein Word-Dokument, wird man aufgefordert im Dokument die Bearbeitung zu aktivieren. Erst dann kann das Schadprogramm ausgeführt werden. Aktiviert man die Bearbeitung nicht, passiert auch nichts auf dem System. Aber Achtung, das ist in diesem Fall genau so. In einer nächsten Angriffswelle kann das anders ablaufen. Und noch etwas: Hier in diesem Fall ist es Word-Dokument, das nächste Mal kann es ein Excel-Dokument oder etwas ähnliches sein.
Bitte achtsam bleiben und mit gesundem Menschenverstand an die Arbeit gehen. Dann passiert so schnell auch nichts.
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