25/04/2026
Meta hat letztes Quartal 17 Milliarden Dollar Gewinn gemacht.
Danach haben sie 8.000 Leute entlassen.
Microsoft zog 48 Stunden später nach. Fast 9.000 Mitarbeiter, freiwillige Abfindungspakete, Aktienkurs unverändert.
Wir sind es gewohnt, dass Entlassungen bedeuten, dass irgendwas schiefgelaufen ist. Aber das hier ist was anderes. Das sind zwei der profitabelsten Unternehmen der Welt, die Leute ersetzen, nicht weil sie müssen, sondern weil sie es können. Der CFO hat auf die Zahlen geschaut, langsam genickt, und keiner im Raum hat widersprochen.
Wenn Unternehmen auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs so eine Entscheidung treffen, was sagt das dann über den richtigen Zeitpunkt aus?
Die meisten Unternehmer in der DACH-Region warten auf ein klareres Zeichen. Etwas Offensichtlicheres. Vielleicht erst wenn der Mitbewerber strauchelt, nur um sicherzugehen.
Das Memo ist längst angekommen. Es hatte nur 8.000 Namen drauf.
Meta hat das nicht aus Panik gemacht. Sondern aus einer Position der Stärke, weil Veränderung dann am günstigsten ist.
Warten bis es offensichtlich wird ist auch eine Strategie. Nur keine gute.
Die meisten Unternehmer mit denen ich in der DACH-Region spreche zucken kurz zusammen, wenn das Wort KI fällt. Keine Skepsis, eher so als ob der Terminator irgendwo hinten im Raum aufgestanden wäre.
Das Thema bleibt abstrakt, irgendwie bedrohlich und wird oft falsch verstanden. Das hat weniger mit der Technologie zu tun als damit, wie schlecht sie in unserer Region erklärt und vorbereitet wird.
Genau daran arbeite ich, und es wird Zeit, dass die Region aufholt, ob durch Automatisierung, Training, Schulungen oder einfach das Gespräch mit jemandem der weiß wovon er redet.