10/08/2022
Lieferkettenangriffe - Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied ...
Immer wieder tauchen in den Medien Berichte über Lieferkettenangriffe und deren Auswirkungen auf.
Doch was bedeutet dieser Begriff und welche Auswirkungen hat ein solcher Angriff? Welche Maßnahmen schützen vor solchen Szenarien?
Bei Lieferkettenangriffen wird Software, die in Ihrem Unternehmen für die Verteilung von Updates oder Patches eingesetzt wird, dazu missbraucht um Schadcode in Ihr Firmennetz und auf Ihre Server und Workstations einzuschleusen. Meist werden dabei Unternehmensdaten und auch deren Backups verschlüsselt (Ransomware) und/oder Daten "gestohlen" und damit gedroht diese zu veröffentlichen. Die Angreifer versprechen einen Entschlüsselungscode, gegen Zahlung eines "Lösegeldes" - meist in Kryptowährungen - zu liefern.
In der Regel sind dies keine gezielten Angriffe auf ein bestimmtes Unternehmen. Vielmehr wird versucht, mit geringem Aufwand, möglichst viele Firmen zu kompromittieren.
Innerhalb der letzten beiden Jahre hat diese Bedrohung enorm zugenommen.
Die "CrowdStrike Global Security Attitude Survey 2021" (Quelle: https://www.crowdstrike.com/resources/reports/global-security-attitude-survey-2021) zeigt auf, dass 84% der befragten Unternehmen diese Art von Angriffen als eine der größten Bedrohungen der nächsten 3 Jahre einstufen.
Beinahe 60% der Unternehmen die bereits Opfer eines Lieferkettenangriffes wurden, hatten keine Strategie und keinen Notfallplan.
Auswirkungen die durch die Verschlüsselung der Unternehmensdaten entstehen sind unter anderem:
- kein Zugriff mehr auf Kunden- und Lieferantendaten, Projektdaten, Rechnungsdaten durch Office-, Mail-, Warenwirschafts- oder Buchhaltungs-Software
- Kassensysteme und Produktionsanlagen funktionieren nicht mehr
- uvm.
Dies führt zu Betriebsunterbrechungen die durchaus existenzbedrohend sein können. Wenn keine kurzfristige Entschlüsselung möglich ist, muss das komplette Netzwerk, also alle Server und Workstations, neu installiert werden, da meist auch das Backup verschlüsselt ist. Aber auch die Wiederherstellung aus einem sauberen Backup benötigt - je nach Unternehmensgröße - mehre Stunden. Meist jedoch "offenbart sich" Ransomware aber erst nach mehreren Tagen und somit auch Offline-Backups befallen.
Wie kann ich mich vor diesem Szenario schützen?
- Konsultieren Sie Ihren IT-Dienstleister, Security-Spezialisten oder Ihre IT-Abteilung und erarbeiten Sie einen Notfallplan, der verschiedene Bedrohungs-Szenarien abbildet.
- Veranlassen Sie eine Überprüfung Ihrer Sicherheits-Systeme (Firewall, Virenschutz etc.) und deren Aktualität.
Die wichtigste Maßnahme ist jedoch der Schutz Ihrer Backups, um im Falle des Falles schnellstmöglich wieder handlungsfähig zu sein.
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