07/05/2026
Unsere Geschäftsführerin Julia Seitlinger hat heute bei der Enquete des Bundesrates zum Thema „Starke Regionen: digital.engagiert.zukunftsorientiert“ eine klare Position zur digitalen Teilhabe von Jugendlichen eingebracht.
94% der Jugendlichen nutzen bereits KI – viele davon im schulischen Kontext.
Das ist keine Zukunftsfrage mehr. Es ist Realität.
Aus unserer Sicht braucht es deshalb mehr als technische Innovation:
Es braucht Verantwortung, Medienbildung und klare europäische Regeln.
Drei Punkte waren dabei zentral:
→ Medienbildung gehört ins Zentrum.
Wer mit KI lernt und recherchiert, muss auch verstehen, wie diese Systeme funktionieren – und wo ihre Grenzen liegen. Medienbildung sollte verbindlich im Lehrplan und im Jugendrechtsrahmen verankert werden.
→ Jugendschutz ist eine öffentliche Aufgabe.
Altersverifizierung darf nicht von Plattformen „nebenbei“ geregelt werden. Europa braucht gesetzliche Standards, die Datenschutz und Inklusion gleichermaßen sichern.
→ Social Media braucht neue Zielsysteme.
Digitale Plattformen schaffen Teilhabe und Zugang zu Information. Gleichzeitig verstärken Algorithmen Fehlinformation, Aufmerksamkeitsökonomie und Abhängigkeiten. Ziel sollte nicht maximale Verweildauer sein, sondern qualitativ hochwertige, jugendrelevante Inhalte und echte Teilhabe.
In unseren Projekten – von Bildungsplattformen bis hin zu digitalen Informationsangeboten – sehen wir täglich:
Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Viele Schutz- und Bildungssysteme hinken dieser Realität hinterher.
Bewusstsein ist der beste Schutz.
Aber Bewusstsein entsteht nicht von selbst.
Es braucht Bildung, Verantwortung und den Mut zur Regulierung.
Bis 5.6. steht die Enquete in voller Länge auf ORF ON zur Verfügung https://on.orf.at/video/14321776/16082959/panel-3-jugend