26/08/2026
Die Frage, die mir gerade am häufigsten gestellt wird, lautet nicht mehr: Ist mein Backup sicher. Sie lautet: Brauchen wir jetzt Copilot?
Ich bin Jochen, seit 2008 in der IT selbstständig, und ich merke, wie unsicher viele bei dem Thema sind. Rund 30 Euro pro Nutzer und Monat, meist mit Jahresbindung. Bei zehn Mitarbeitern also etwa 3.600 Euro im Jahr. Da will man verständlicherweise wissen, ob das ankommt oder nur teuer aussieht.
Was dabei fast immer untergeht: Copilot ist keine Software, die man einschaltet. Er sieht alles, was der jeweilige Mitarbeiter ohnehin sehen darf. Und in über Jahre gewachsenen Microsoft-365-Umgebungen darf fast jeder mehr, als je jemand so wollte. Alte Freigaben, vergessene Ordner, Teams-Kanäle aus abgeschlossenen Projekten. Solange das so ist, findet die KI vor allem Dinge, die besser nicht auf dem Tisch lägen.
Daran ist niemand im Betrieb schuld. Die Leute wollten arbeiten, nicht Zugriffsrechte pflegen. Aber bevor eine KI da drüberläuft, lohnt sich ein ehrlicher Blick. Und ja, das aufzuräumen ist Arbeit. Eine Abkürzung kenne ich nicht.
Mein zweiter Rat: Nicht alle auf einmal ausstatten. Drei, vier Leute anfangen lassen, die viel schreiben und viel in Besprechungen sitzen. Nach drei Monaten fragen, was ohne Copilot fehlen würde. Die Antwort ist ehrlicher als jede Präsentation.
Wie schauen Sie im Moment auf das Thema? Ich freue mich über Ihre Sicht.
📖 Passend dazu, warum sich Rechnungen oft erst auf den zweiten Blick lohnen: https://www.b-itsystems.de/outsourcing-der-it-lohnt-sich-oft-erst-auf-den-zweiten-blick