19/06/2026
Beim unserem Referenzprojekt „Fire Wall Cinema“ begann die Planung nicht mit Projektor oder Lautsprechern, sondern mit einer einfachen Frage: Wie lassen sich Kamin, Kunst und Heimkino so zusammenbringen, dass der Raum trotzdem ruhig und selbstverständlich wirkt?
Die Antwort liegt in einer gemeinsamen Sichtachse. Eine markante Steinplatte verbindet den verglasten Kaminofen mit der Mediennische, während ein maßgefertigtes Möbel die AV-Technik aufnimmt und zugleich den durch den Ofen entstandenen Raum sinnvoll nutzt. Im Alltag bleiben dort zwei Gemälde sichtbar. Erst für den Film fährt die 2,5 Meter breite Stewart-Leinwand aus der Decke.
Gerade im hellen Wohnraum war das FireHawk-G4-Tuch entscheidend, weil es den Kontrast der Projektion besser erhält. Der Sony VPL-VW360ES sitzt verkleidet an der Decke; weiß lackiertes Lochblech sorgt dabei für Belüftung, ohne den technischen Aufbau unnötig zu betonen.
Auch akustisch bleibt der Raum klar. Drei Bowers & Wilkins CWM 8.5 sind als Front und Center in die Wand integriert, zwei ISW 3 Subwoofer arbeiten verdeckt im Sockel. Vier Deckenlautsprecher ergänzen das Setup für Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D. Die nötigen Lüftungsöffnungen für die Technik dienen gleichzeitig als Schallaustritt der Subwoofer – ein kleines Detail, das viel über die Planung des gesamten Projekts erzählt.
Über die funkbasierte RTI-Steuerung lassen sich Bild, Ton und Licht gemeinsam abrufen. So entsteht kein klassischer Kinoraum, sondern ein Wohnbereich, in dem echtes Feuer, Kunst und Film ihren Platz teilen. Genau diese Balance war hier die spannendste Aufgabe – und am Ende auch das stärkste Ergebnis.