07/11/2025
Euer (Netzwerksicherheits-)Experte hat einfache, aber trotzdem hoch komplexe Passwörter für euch.
Lange, sehr lange wollte niemand es wahrhaben: Nein, es habe keine Sicherheitslücken im System gegeben, man habe sich nichts vorzuwerfen, erklärte die französische Kulturministerin Rachida Dati auch noch drei Tage nach dem sensationellen Louvre-Diebstahl am 19. Oktober.
Das Alarmsystem des Museums habe perfekt funktioniert, die Polizei sei innerhalb von drei Minuten vor Ort gewesen, sagte auch Innenminister Laurent Nuñez.
Das klang schon damals komisch, nun ist endgültig klar: Die Louvre-Leitung wie alle sie kontrollierenden Behörden haben jahrelang bekannte Sicherheitsmängel ignoriert und nicht genügend unternommen, sie zu beheben. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt ein 153-Seiten-Bericht des französischen Rechnungshofs, der gestern in Paris vorgestellt wurde.
Schon in einem Sicherheitsbericht von 2017, über den französische Medien nach dem Einbruch berichteten, war von gravierenden Sicherheitsmängeln die Rede – etwa, dass man sich in das IT-System des Louvre über das Passwort »Louvre« einloggen konnte.
Nun widerlegt das neue Papier knapp drei Wochen nach dem Jahrhundert-Coup alle Beschwichtigungsversuche. Die Rechnungsprüfer beklagen darin »mangelnde Investitionen« in die Modernisierung der Sicherheitsanlagen und kritisieren offen eine Museumsleitung, die es nicht geschafft habe, die »richtigen Prioritäten zu setzen«.
So sei sehr viel Geld in den Ankauf neuer Werke geflossen, ebenso seien medienwirksame Ausstellungsprojekte favorisiert und Kooperationen mit privaten Mäzenen massiv gefördert worden. Die Behebung offensichtlicher und bekannter Sicherheitslücken habe man darüber vernachlässigt.
Was in dem neuen Bericht steht, lest ihr auf SPIEGEL.de.