Kellner Verlag

Kellner Verlag Bücher unterschiedlicher Thematik, Interkulturelle Studien, Bremensien, Biografien und "Bücher fü

Engagierte Sachbücher und Romane unterschiedlicher Thematik, Interkulturelle Studien, Bremensien, Biografien und "Bücher für eine gerechte Arbeitswelt" erscheinen im KellnerVerlag seit 1988. Erhältlich im Buchhandel (auf Bestellung) oder schnell und direkt vom Verlag. Fachliteratur für Betriebsräte, Personalräte, MAVen, JAVen, Schwerbehindertenvertretungen und Beschäftigte liefert der BuchKellner.

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Ulrike Kleinert »Erinnerungsfunken – wider das Vergessen« Bremer BuchPremiere Bürgerhaus Weserterrassen – am 11.Februar,...
19/02/2026

Ulrike Kleinert
»Erinnerungsfunken – wider das Vergessen«
Bremer BuchPremiere
Bürgerhaus Weserterrassen – am 11.Februar, um 19:30 Uhr
>>>Ein Lesungsbericht von Monika Sattelberg

Eine szenische Lesung – Autorin Ulrike Kleinert und Schauspielerin Ulrike Knospe, musikalische Gitarrenbegleitung: Aladin Haddad
»Was für ein voller Raum«, staunte auch Janin Rominger vom Literaturhaus Bremen, als sie alle Anwesenden zur Lesung im Bürgerhaus Weserterrassen herzlich willkommen hieß und sich vorstellte. Sie begrüßte die Vertreter der Heinrich-Böll-Stiftung, Vertreter des Vereins Erinnerung für die Zukunft e. V. und des KellnerVerlags und dankte für ihr Kommen.
Überrascht und mit sichtlicher Freude über das große Interesse an ihrem Roman wandte sich Ulrike Kleinert an die überaus zahlreich erschienenen Gäste, stellte ihre Mitleserin Ulrike Knospe vor und begrüßte mit warmherzigen Worten auch den Musiker Aladin Haddad.
Wie stark können Erinnerungen einen Menschen beeinflussen? Sind es emotionale Impulse oder das Erinnern an verdrängte historische Orte? Manchmal ist es nur ein Funke, der wie ein Auslöser funktioniert und gespeicherte Informationen abrupt ins Bewusstsein ruft. Emotionen und Erinnerungen liegen dicht beieinander.
Auf spannende Art und Weise, anrührend und gefühlvoll zugleich, erzählt die Autorin die Geschichte von Malaika und ihrem 13-jährigen Sohn Merlin, die in eine Siedlung in Bremen-Woltmershausen ziehen, wo sich von 1936 bis 1940 eine Familienfürsorgeanstalt der N***s für sogenannte »Asoziale« befand, die »umerzogen« werden sollten – ohne es zu wissen. Ein grausamer Erinnerungsort!
Schon bei ihrem Einzug spüren sie, dass sie beobachtet werden. Sind sie willkommen in einer verschworenen Gemeinschaft an diesem Platz?
Der Roman ist eine literarische Annäherung an ein historisches Thema: Die Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart – Vergessen und Erinnern. Sie geht den Fragen nach: Was macht die eigene Identität aus? Kann man die überlieferte Geschichte ignorieren, oder holt sie einen ein? Ulrike Kleinert macht so erlebbar, wie sich historische Strukturen in heutigen sozialen Dynamiken bei Misstrauen, Ausgrenzung oder aber Gemeinschaften fortsetzen.
1940 wurde die »Wohnungsfürsorgeanstalt« geschlossen und in eine normale Wohnsiedlung umgewandelt. Heute trägt sie den Namen Warturmer Platz und ist eine gepflegte Wohnanlage.
Frau Kleinert schloss die Lesung mit den Worten: »Die Personen in meinem Roman sind erfunden, wie vieles andere auch, aber die Geschichte der Umerziehungsanstalt in Bremen ist wahr.«
Ulrike Kleinert,
geboren 1955, hat einen beruflichen Hintergrund. Sie studierte Sozialpädagogik und war viele Jahre in sozial herausfordernden Stadtteilen Bremens als Kita-Leiterin tätig, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte: Lyrik, Prosa, Kurzgeschichten und Jugendbücher. Viele ihrer Texte zeichnen sich durch feine Beobachtungen des Alltags, soziale Themen und Empathie aus.
Ulrike Knospe,
geboren 1965, mit Berufserfahrung als Schauspielerin, gastiert an verschiedenen Theaterbühnen, wirkt in TV-Produktionen mit und arbeitet regelmäßig als Sprecherin beim Hörfunk.
Aladin Haddad
ist Gitarrist und leidenschaftlicher Musiker. Durch seine professionelle Ausbildung und Auftritte auf internationalen Bühnen hat er eine eigene Klangfarbe entwickelt, die seine Interpretation von Gitarrenmusik »einzigartig und exquisit« macht.
Am Ende der Lesung nutzten viele der Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gedanken auszutauschen, während sich am Büchertisch andere in eine wartende Schlange einreihten, um ein Exemplar des Buches zu erwerben.
Die Veranstaltung verlief äußerst erfolgreich und stieß bei allen Beteiligten auf sehr positive Resonanz.

Foto: Monika Sattelberg

>>> Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/erinnerungsfunken.html

10 Minuten »literarische Häppchen«ein Speedreading besonderer ArtOpenStagePoetry, Samstag 13.12.25, 15–18 UhrBunker F38,...
18/12/2025

10 Minuten »literarische Häppchen«
ein Speedreading besonderer Art
OpenStagePoetry, Samstag 13.12.25, 15–18 Uhr
Bunker F38, Claussenstr. 14 in Bremen
>>> Ein Lesungsbericht von Sattelberg

Nicht augenscheinlich auf den ersten Blick zu erkennen, steht in einer Wohnanlage in Schwachhausen der Hochbunker F38. Er ist aus dem Jahr 1943 – der Zeit des Zweiten Weltkrieges. In der heutigen Zeit werden Bunker neu gedacht. Umbau und Umnutzung statt Abriss! Ehemalige bedrückende Räume werden zu Orten voller Leben, zu Büro-, Ausstellungs- oder Wohnräumen.
Wie aus Berichten zu erfahren, begann 1990 Rainer Mielke, Bremer Architekt, den Bunker F38 umzugestalten: Auf dem ehemaligen zivilen Luftschutzbau wurde ein Penthouse bzw. Wohnstockwerk errichtet und die oberen Geschosse in Wohnräume umgewandelt.
Gleichzeitig wurde der Bunker in den unteren Geschossen als »Kulturkeller« für diverse Kunstausstellungen, Performances, künstlerische Projekte und Musik genutzt. Seit 2002 finden über das Jahr verteilte Gemeinschaftsausstellungen von Künstlern statt. Dabei ist man für alle Ideen offen, verriet die Initiatorin, Frau Olivia Douglas.
Was zeichnet OpenStagePoetry aus? Eine breite Text-Vielfalt literarischer Werke, ein Zeitlimit und eine Interaktion – auf offener Bühne. So erwartete an diesem Tag die Besucherinnen und Besucher eine inspirierende Autorenlesung voller Geschichten, Hintergründe, literarischen Eindrücken sowie spannende Textpassagen und persönliche Einblicke zu elf Autorinnen und Autoren. Unter ihnen drei Autorinnen, deren Bücher der KellnerVerlag veröffentlicht hat.
Als Zeitlimit galt zehn Minuten, meistens. Wer in seinem Werk jedoch zu tief versank, wurde höflich durch Räuspern an die Zeit erinnert. Das nahmen alle Anwesenden mit Humor.
Auf den Tischen an der Wand lag eine Auswahl signierter Bücher, darunter Kriminalromane, historische Literatur, Kurzgeschichten, Prosa, Gedichte und moderne Lyrik.
Eine (noch) unbekannte Künstlerin, Julia Teljé, präsentierte ihre Malereien an den Wänden im Raum. Als Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin in Ausbildung arbeitet sie nebenbei als »self-taught-Artist«, ihrem Infoblatt zu entnehmen.
Alles, was ausgelegt bzw. aufgehängt war, war natürlich auch käuflich zu erwerben – empfohlen als Geschenk zu Weihnachten. Eine gute Idee, wie sich zeigte.
In zwei Pausen – bei Kaffee und Kuchen – hatten die Gäste Raum für Austausch und Gespräche in angenehmer Atmosphäre.
Nach der Autorenlesung stellte Frau Douglas ihr spannendes interaktives Angebot vor: Kurze Gedichttexte verband sie mit der Frage zu persönlichen Erinnerungen bzw. Erfahrungen an Personen aus dem Publikum … Es wurde nicht nur geschmunzelt und gelacht, sondern zum Abschluss auch lautstark applaudiert.
Anschließend bedankte sich Frau Douglas noch einmal bei allen Autorinnen und Autoren für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Events.
»Vielen Dank an alle, die dabei waren und Danke fürs Kommen und die tolle Stimmung.«
Ein entspannter Adventssamstag an einem besonderen Ort nahm einen würdigen Ausklang, mit Wünschen für eine schöne Weihnachtszeit – im Gepäck Bücher, Bücherlisten und vielleicht auch ein Vorhaben, gleich dem Zitat von Heinrich Heine:
»Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.«

u. a. mit unseren Autorinnen:
Birgit Tillmann Köhler
Sabine Schiffner
Ulrike Kleinert

Fotos: Monika Sattelberg

»Das System« von Michael Brömmel ist ab sofort bei uns erhältlich.Die Premierenlesung findet diesen Freitag im  statt.19...
16/12/2025

»Das System« von Michael Brömmel ist ab sofort bei uns erhältlich.
Die Premierenlesung findet diesen Freitag im statt.

19.12.2025, 18 Uhr

Quartier 159
(Bürgermeister-Smidt-Straße 159, Bremerhaven)

Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/das-system.html

Lesung im Quartier 159, Alte Bürger

„Anschlag auf das AWI“
Kommissar Schweers dritter Fall
des Bremerhavener Krimiautor Michael Brömmel
Freitag 19.12.2025 18:00 Uhr

Kaum hat Kriminalhauptkommissar Schweers seinen letzten Fall in Bremerhaven abgeschlossen, wird er in einen Strudel von Ereignissen gerissen, der für die Stadt an der Wesermündung ungewöhnlich ist. Die Frauenleiche, die man im Serverraum des Alfred Wegener Instituts findet, ist durch einen Stromschlag ums Leben gekommen: auslösen des Moment war die Flutung des Raumes mit Löschwasser durch einen Akt der Sabotage. Die Herkunft des Opfers lässt auf ein mögliches politisches Motiv schließen. Als kurz darauf zwei weitere Explosionen die Stadt erschüttern und die Doppelschleuse zum Fischereihafen sowie das Klimahaus außer Gefecht setzen, verschiebt sich der Blickwinkel der ermitteln Deng Beamten. Die Hinweise verdichten sich, dass eine coole Gruppe aus radikalen Leugner des Klimawandels, Reichsbürger, Esoterik und Impfgegner ihre Hände im Spiel haben. Was diese vereint, ist der gemeinsame Kampf gegen ein „System“, das vermeintlich ihre individuelle Freiheit einschränkt. Ihre „Fakten“ beziehen Sie aus einer dubiosen Quelle im Internet, da sie „wissen“, dass die öffentlich-rechtlichen Medien allesamt staatsgesteuerte Propaganda verbreiten.


Kontakt
Michael Brömmel +49 151 57402030

>>> Lesungsbericht von Monika Sattelberg Maren Bohm»Schatten über Bremen« – ein Lesungsbericht über eine Bremer BuchPrem...
04/12/2025

>>> Lesungsbericht von Monika Sattelberg

Maren Bohm
»Schatten über Bremen« – ein Lesungsbericht über eine Bremer BuchPremiere
Humboldt Buchhandlung
Donnerstag, 27.11.2025, 19:00 Uhr

Wer die Humboldt Buchhandlung im Bremer Viertel kennt, weiß, warum sich dort immer ein Besuch lohnt. Hier gibt es nicht nur eine gute Auswahl an Literatur und Fachbüchern, es finden auch von Zeit zu Zeit besondere Veranstaltungen statt – wie an diesem Abend. Anja Köster, Inhaberin der Buchhandlung, begrüßte Frau Rominger vom Literaturkontor, Frau Kienitz vom KellnerVerlag sowie die eingetroffenen Gäste. Es folgte eine herzliche und kurze Vorstellung der Schriftstellerin Maren Bohm, ihrer bereits erschienenen Werke und ihrer aktuellen Lektüre, wie auch des Schauspielers Christian Bergmann. »Beide werden heute diesen Abend gestalten«, leitete sie die Veranstaltung ein.
Die Premiere des Buches »Schatten über Bremen«, im November beim KellnerVerlag erschienen, ist ein Kriminalroman. Ein brutaler Mord geschieht am Riensberger Friedhof. Es gibt keine Hinweise zur Tat. Alle Verdächtigen haben ein Motiv, keiner hat ein Alibi. Zwei Ermittler übernehmen den Fall: eine junge Kommissarin und ihr Kollege, wobei beide noch zusätzlich mit persönlichen Problemen zu kämpfen haben – ein spannender, zeitgenössischer Krimi, dessen Ende offen bleibt …
Die Autorin Maren Bohm hat Germanistik, Theologie und Geschichte studiert und promoviert. Sie war an einem Gymnasium als Lehrerin tätig, entschied sich jedoch später für das literarische Schreiben, wie von ihr zu erfahren war. Sie arbeitet seit Jahren als freie Autorin und hat in ihrer bisherigen Laufbahn verschiedene Romane veröffentlicht, insbesondere historische Romane wie auch philosophische Literatur.
»Ich habe mich schon immer für Geschichten aus fernen Zeiten, historische Ereignisse, Machtverhältnisse, soziale Strukturen – die das Leben der Menschen geprägt haben – interessiert.«
Seit 2014 gestaltet die Schriftstellerin mit Christian Bergmann szenische Lesungen. »Wir kennen uns schon lange und arbeiten mit großer Freude zusammen«, verrät sie dem Publikum.
Christian Bergmann gehörte früher dem Ensemble der bremer shakespeare company an – bekannt durch Inszenierungen vieler Stücke von William Shakespeare – jetzt arbeite er als freier Schauspieler und Regisseur, wie er den Gästen mitteilte.
Als beide an einem kleinen Tisch Platz nahmen, stieg die Spannung im Raum. Dann erlebte die Zuhörerschaft eine Live-Lesung mit theatralischen Einsätzen, bei der sich durch das Zusammenwirken von Literatur und Schauspiel eine besondere Stimmung im Leseraum verbreitete. Die szenische Interpretation einzelner Textabschnitte war für das Publikum emotional erfahrbar. Die Charaktere des Romans wurden lebendig – durch Artikulation, Stimmvolumen und Tempo der abwechselnden Sprecheinsätze.
Fazit: Eine Lese-Inszenierung ist mehr als reine Lesung!
Auf die Frage an Maren Blohm im Anschluss an die Veranstaltung, was ihre Werke auszeichnet, sagte sie: »Gründliche realistische Recherche, die ich mit historischer Fiktion in meinen Erzählungen verbinde. Die Lesenden erfahren, wie Menschen damals lebten – mit Konflikten, Normen und gesellschaftlichem Druck. Das macht Geschichte emotional und greifbar.«
Eine interessante und abwechslungsreiche Veranstaltung ging zu Ende. Die Gäste wie auch die Leiterin der Buchhandlung dankten mit lang anhaltendem Applaus. Bücher wurden von Maren Bohm mit einem persönlichen Text signiert.
Zur Überraschung der Vortragenden wünschte sich das Publikum am Ende ein Hörbuch dieser Art von Lesung. Literarisches Schreiben mit theaternaher Präsentation eignet sich ideal für erzählerische Krimis mit Atmosphäre, war die einhellige Meinung.
Frau Kienitz vom KellnerVerlag gab zu verstehen, dass dieser Wunsch nicht unrealistisch sei.
Wir dürfen also gespannt sein!

>>> Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/schatten-uber-bremen.html

»Briefe vom Tod« – Martha Bull Dörthe Petersens sechster Fall >>> Ein Lesungsbericht von Monika Sattelberg Am 14.11.2025...
19/11/2025

»Briefe vom Tod« – Martha Bull
Dörthe Petersens sechster Fall
>>> Ein Lesungsbericht von Monika Sattelberg

Am 14.11.2025 um 17 Uhr hielt in der Stadtteilbibliothek in Bremen-Huchting die bekannte Bremer Krimi-Autorin Martha Bull eine Lesung aus ihrem neuesten Band: »Briefe vom Tod« – ein Dörthe-Peterson-Krimi.
»Ein Roboter als Haushaltshilfe, ein Erbstreit um ein verlassenes Haus, Trickbetrüger in Bremen, ein Mord, und Dörthe steckt mal wieder mittendrin«, so lautet die kurze Beschreibung des Buches.
Auf einem Tisch, am Fenster des Veranstaltungsraumes der Bibliothek, präsentierte die Autorin eine große Anzahl ihrer Romane., während vor ihr auf dem Tisch neben einer Lampe und einem Glas Wasser ihr neuer Roman lag. Martha Bull schaffte eine besondere Atmosphäre beim Lesen. Durch Betonung, Tempo und Intonation hauchte sie ihren Romanfiguren Leben ein und hatte so eine Verbindung zwischen dem Text und den Zuhörenden geschaffen.
Wie sich am Ende der Veranstaltung herausstellte, war es eine eher unübliche Lesung. Die überschaubaren Gäste kamen nach der angesagten fünfundvierzig Minuten langen Buchlesung in einen Dialog mit der Autorin – bis um 19 Uhr die laute Ansage ertönte: Die Bibliothek werde nun schließen! »Wie schnell die Zeit vergeht«, war die einhellige Meinung der Anwesenden!
Martha Bull, 1949 in Bonn geboren, hat Geschichte und Politik sowie später auch Deutsch für das Lehramt studiert. Sie lebt und arbeitet seit 1979 in Bremen. Seit 1997 ist sie in der Kinderbibliothek im Bremer Viertel tätig – bis heute, bereits über ihren Renteneintritt 2015 hinaus. Neben ihrer Arbeit ist ihre große Leidenschaft seit Jahrzehnten das Schreiben, verriet sie der Leserschaft.
Was die Besucherinnen u. a. von der Autorin noch erfuhren:
Frei schreiben macht mehr Spaß als recherchieren!
Keine feste Geschichte im Kopf, sie entsteht beim Schreiben.
Wenn sich ein Thema ergibt, wird drum herum geschrieben,
und:
Einmal im Jahr – im Sommer – ist Schreibpause!
Also dürfen Krimi-Freunde auf die nächste Folge im Herbst 2026 gespannt sein!

Foto: Monika Sattelberg

>>> Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/briefe-vom-tod.html

»Der Schnoor« – Ein Kleinod im Herzen der Stadt BremenUllrich Altmann stellt seinen neuen Bildband vor.Bremer Presse-Clu...
03/07/2025

»Der Schnoor« – Ein Kleinod im Herzen der Stadt Bremen
Ullrich Altmann stellt seinen neuen Bildband vor.
Bremer Presse-Club, Schnoor 27/28, in Bremen am 16.06.2025 um 19:00 Uhr
>>> Ein Lesungsbericht von Sattelberg

Bereits mit dem Einlass um 18:30 Uhr trafen viele Besucherinnen und Besucher im Presse-Club ein – Verwandte, Bekannte, Freunde, selbst Touristen, die im Schnoor unterwegs waren, wie auch interessierte Buten- und Binnen Bremer. Jeder von ihnen wurde herzlich willkommen geheißen. In dem geselligen Ambiente des Veranstaltungsraumes waren sowohl der Eintritt als auch kulinarische Angebote an diesem Abend kostenfrei. Als dicht gedrängt vor Beginn noch Stühle verrückt wurden, um jedem Gast einen guten Blick auf die Präsentation zu ermöglichen, schaute der Autor mit Freude in eine erwartungsvolle Runde von ca. 60 Personen!

Wolfgang Kmieciak vom KellnerVerlag begrüßte zunächst alle Anwesenden, dankte Ullrich Altmann für sein umfangreiches Werk und betonte dessen Bedeutung auch für nachkommende Generationen.

Mit den Worten: »Der Schnoor ist mehr als ein Freilichtmuseum und viel mehr als eine Touristenattraktion«, begann Ullrich Altmann seine Lesung. »Diese Auffassung in vielen Köpfen ist gegenüber den Bewohnern unfair.« Seine Fotografien stellen das Leben, Wohnen und Arbeiten im Schnoorviertel vor. Neben touristischen Anziehungspunkten sind hier Bildung, Kultur, Kunst und Religion ansässig. Traditionsreiche Gastronomie- und Gewerbebetriebe sorgen für eine hohe Lebensqualität. Der Schnoor sei ein Lebensmittelpunkt mit Arbeitsplätzen für über 300 Bremerinnen und Bremer, denkmalgeschützt und im Heute verwurzelt, so der Autor. Man tauscht sich aus – am Stammtisch, verabredet Treffen, veranstaltet Aktionen.
Die Idee zum Bildband entstand durch einen Radiobeitrag, bei dem Fritz Haase und Phil Porter über das Missverständnis »Touristenattraktion« sprachen, verriet der Fotograf Ullrich Altmann. Aus seiner Idee wurde schließlich ein Konzept, das überzeugte …

»Dieses Viertel ist ein Stadtteil wie jeder andere, nur eben besonders. Er hat eine spannende Geschichte.«
Dann begann er seinen ›Rundgang durch den Schnoor‹. Dabei stellte er dem interessierten Publikum Themen aus seinem Bildband vor: Kultur, Kunst, Denkorte, den »kleinen Vatikan« und eine vielschichtige Unternehmenskultur. Er projizierte Bilder auf die Leinwand – Geschäfte früher und heute, schmale Gassen, bunte Häuser – und gab Einblicke in grüne Oasen hinter den Häusern, die sich ganz oder teilweise dem touristischen Blick entziehen.
Seine fotografischen Dokumentationen hat er präzise erfasst – in unterschiedlichen Perspektiven und Detailaufnahmen, aus verschiedenen Blickwinkeln.
Mittendrin und lebenswert ist hier das Wohnen im Herzen der Stadt. Davon ist Ullrich Altmann fest überzeugt. Viele Menschen, die ihm vertrauten, gewährten einen Einblick in ihre Wohnsituationen. Dafür sei er sehr dankbar gewesen. »Mach die Tür zu, wenn du gehst«, wurde ihm einmal zugerufen. Dankbar sei er auch den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, die ihm die Türen geöffnet haben.

Schließlich wandte sich Ullrich Altmann mit Dankesworten auch an Fritz Haase, Webdesigner in Bremen. Er habe maßgeblich zum Gelingen des Buches beigetragen. Sein fachkundiger Rat, seine vielen Tipps und Hinweise seien für ihn unverzichtbar gewesen, teilte er den Zuhörenden mit.
Am Ende der Buchpräsentation wandte sich Fritz Haase an das Publikum mit den Worten: »Ullrich Altmann zeigt in seiner kühlen, objektiven Bildsprache die Dinge, wie sie sind. Sein Blick ist auf Augenhöhe, er rückt nichts ins Bild. Er wendet keine Tricks an, keine Teleobjektive. Seine Aufnahmen sind objektiv, neutral, präzise. Er überlässt der Stadt eine kulturelle, großartige Leistung. Er ist beharrlich. Das macht ihn aus. Sein neuer Bildband dokumentiert wieder einmal ein Stück Bremer Kulturgeschichte.«

Mit einem großen Applaus endete die Veranstaltung im Presse-Club.
Für all diejenigen, die es noch nicht wussten, gab der Autor mit auf den Weg:
»Der Begriff ›Schnoor‹ stammt vom plattdeutschen ›Snoor‹ und bedeutet nichts anderes als Schnur. Die kleinen Häuser stehen so eng aneinandergereiht wie Perlen auf einer Schnur.«

Auf die Frage: »Was kommt als Nächstes?«, zögerte der Autor einen kurzen Augenblick. Dann verriet er: »Es könnte die Böttcherstraße und ihre Geschichte werden.«

Monika Sattelberg

Foto: Marta Urbanelis

>>> Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/der-schnoor.html

Literaturerlebnis und kulinarischer Genuss – im Bürgerhaus Weserterrassen Mittwoch, den 02.04.2025, um 10.00 Uhr – Fraue...
16/04/2025

Literaturerlebnis und kulinarischer Genuss –
im Bürgerhaus Weserterrassen
Mittwoch, den 02.04.2025, um 10.00 Uhr – Frauenfrühstück und Lesung
Autorin Martha Bull – Dörthe im Haifischbecken
>>>Ein Lesungsbericht von Sattelberg

In der östlichen Vorstadt – im Café Weserterrassen – gab es an diesem Vormittag wieder einmal einen kulinarischen wie auch literarischen Genuss, was bedeutete: entspannt zurücklehnen nach einem reichhaltigen Frühstücksangebot und gespannt sein auf das, was danach kommt.
Viele der zahlreich erschienenen Besucherinnen sind Martha Bull – langjährige Wahlbremerin und Autorin Bremer-Krimis, insbesondere der Krimi-Reihe Dörthe Petersen – bekannt. In der heutigen Veranstaltung stellte sie eine weitere Folge ›Dörthes fünfter Fall‹, 2024 im Kellner-Verlag erschienen, vor.
Zu Beginn begrüßte jedoch Frau Neubert – Leiterin im Seniorenbereich – alle Anwesenden freundlich, bevor die Autorin sich an das Publikum wandte: »Meine Lesung wird ungefähr 40 Minuten dauern, danach können Sie gern ihre Fragen an mich loswerden. Aber ich kann ja erstmal ›Guten Tag‹ sagen. Hab ich in der Aufregung ganz vergessen.« Mit diesen Worten schlug sie ihr Buch auf und begann zu lesen:
»Ich bin schuld, hämmert es in meinem Kopf. Ich bin schuld. Ich hätte ihm helfen können. Stattdessen bin ich weggejagt wie ein Häschen. Ich habe versagt …« In diesem Bremen-Krimi geht Dörthe Petersen neue Wege – als Nachbarschaftshelferin. Bei ihrem ersten Einsatz ist sie Zeugin eines Bootsunglücks auf der Weser. Wer ist der Ertrunkene, und ist überhaupt jemand ertrunken? Fragen und Verstrickungen … Paranoia oder zu Recht? Das Ende ließ die Autorin wie immer mit den Worten offen: »Das müssen Sie selber lesen!«
Mit ihrer deutlichen und lebendigen Sprechweise erreichte sie die Zuhörerschaft, die still und aufmerksam ihren Worten lauschte und – wie es schien – sich entführen ließ in die Geschichte.
Auf die Frage, wie Sie zum Schreiben gekommen sei, antwortete Martha Bull, dass sie schon als Kind Gedichte für die Schublade schrieb, also seit jeher immer gern geschrieben hat. Ihre Bremer Krimi-Reihe begann sie vor 15 Jahren.
Martha Bull verfügt über eine gute Beobachtungsgabe und besitzt die Fähigkeit, Gefühle, Gedanken und Motive eines anderen Menschen nachzuempfinden. Das ist wohl ihr Rezept beim Schreiben ihrer Romane. Als Mensch wird sie geschätzt durch ihre aufrichtige Art.
Die Autorin, 1949 in Bonn geboren, lebt seit 1979 in Bremen. Sie hat nach dem Abitur Geschichte, Politik und Deutsch für das Lehramt studiert und danach lange in der Erwachsenenbildung gearbeitet. Später war und ist sie bis heute (!) in einer Kinderbibliothek im ›Bremer Viertel‹ beschäftigt – weit über ihren Renteneintritt 2015 hinaus. Zur Ruhe setzen? Auf keinen Fall! Weder mit der einen noch mit der anderen Tätigkeit. Dabei verriet sie auf Nachfrage eine weitere Neuerscheinung von ihr im Herbst 2025. Wir dürfen gespannt sein.
Eine unterhaltsame Veranstaltung ging zu Ende. Frau Neubert dankte der Autorin und den Gästen für ihr Kommen und wünschte allen einen guten Heimweg.
»Bis bald!«

Foto: Monika Sattelberg

Hier geht’s zum Buch: >>>https://www.kellnerverlag.de/dorthe-im-haifischbecken.html

»Gefühlserbinnen« – Geschichten von Müttern und TöchternMichaela Hauser und Katja Reiche überraschten mit ihrer LesungOr...
13/02/2025

»Gefühlserbinnen« – Geschichten von Müttern und Töchtern
Michaela Hauser und Katja Reiche überraschten mit ihrer Lesung
Ort: Gerhard-Marcks-Haus, Am Wall 208, 28195 Bremen,
Zeit: 18.30 Uhr
Ein Lesungsbericht von Sattelberg

Es war Donnerstag, der 6. Februar 2025. Öffnungszeit im Gerhard-Marcks-Haus von 10–21Uhr.
Im großen Raum im Erdgeschoss – vor den dort ausgestellten Kunstobjekten ›Alles Eisen‹ von Anna Franziska Schwarzbach – waren mehr als 30 Stühle aufgestellt, als die Gäste der Lesung nach und nach einen dieser Plätze einnahmen. Andere Besucher:innen des Hauses an diesem Abend verteilten sich im Gebäude. Unauffällig. So fand wider Erwarten ein störungsfreier Ablauf der Lesung statt.
Die Idee zu Gefühlserbinnen entstand in Anlehnung an Sigmund Freuds Begriff »Gefühlserbschaft«, erfuhr das Publikum. Was besagt die Theorie von Freud? Freud war davon überzeugt, »dass das menschliche Verhalten nicht nur von den bewussten Gedanken und Gefühlen, sondern auch von verborgenen Erinnerungen, Wünschen und Erfahrungen beeinflusst wird.«
So verbinden die Autorinnen in ihren Texten insbesondere die Themen Abnabelung und Annäherung, Vergessen und Erinnern. Das gefühlte Erbe ihrer Mütter – oft unausgesprochen.
Michaela Hauser und Katja Reiche zitierten aus dem Gedichtband »Tiefer graben« und dem Buch »Wagnis des Lebens – eine biografische Suche nach den Spuren der NS-Zeit«. Katja Reiche las zudem aus ihren bisher unveröffentlichten Manuskripten.
Die Autorinnen, die sich beim Lesen im Raum zwischen den Skulpturen bewegten, brachten verschiedenste Emotionen und Stimmungen zum Ausdruck und erzeugten so eine spannende Atmosphäre.
»Wie war der Blick meiner Mutter auf ihr Leben?« – »Was soll aus mir nur werden?« – »Was ist eine richtige Frau?« – »Wie werde ich eine richtige Frau?«
Gefühle und Zweifel, die verschiedene Lebensphasen mit sich bringen, sind Herausforderungen, die das Leben stellt: Geburt, Heranwachsen, Familie, Tod. Themen, die das Publikum nachempfand: Es reagierte mal zustimmend mit dem Kopf nickend, mal schmunzelnd, mal schallend lachend. Von dem Gute-Nacht-Gebet aus »Tiefer graben« waren die Anwesenden tief bewegt.
Es war ein Vortragsabend mit Gedichten und Kurzprosa, der für den einen zum Nachdenken Anlass gab, bei dem anderen einfach nur Begeisterung auslöste.
Abschließend bedankte sich die Zuhörerschaft für diesen kreativen literarischen Genuss mit viel Beifall!

Fotos: Monika Sattelberg

Hier geht’s zu den Büchern:
https://www.kellnerverlag.de/tiefer-graben.html
https://www.kellnerverlag.de/wagnis-des-lebens.html

21/11/2024

Elias Mateo, unser hauseigener Krimi-Autor, liest aus seinem neuen Kriminalroman "schwarzweißtot", der im Oktober erschienen ist.
Einschlägigen Kenner*innen sind der Autor und sein Protagonist, der schwule Hauptkommissar Manuel Álvarez, bereits aus seinem ersten Fall "Ein sicherer Hafen" bekannt, den Elias 2023 im untenrum vorgestellt hat.

📅 Wann? Freitag, 22.11.2024, von 20:00 bis 21:00 Uhr
📍 Wo? CheckPoint untenrum, Weißekreuzstraße 20, Hannover

Erlebt die packende Lesung und lasst euch von spannenden Geschichten in den Bann ziehen! 🕵️‍♂️📚

👉 Follow the white rabbit!

Bremer BuchPremiere ›Swinging Bremen‹ – Jazzgrooves bei LuftalarmAutorin Birgit KöhlerEin Lesungsbericht von Monika Satt...
08/10/2024

Bremer BuchPremiere
›Swinging Bremen‹ – Jazzgrooves bei Luftalarm
Autorin Birgit Köhler
Ein Lesungsbericht von Monika Sattelberg
Georg-Büchner-Buchhandlung, 26. September 2024, 19:00 Uhr
An diesem Abend wird es in der Buchhandlung von Beruta Adolf proppevoll oder wie der Norddeutsche sagt: ›rappelvull‹. So war der Eindruck beim Betreten des Raumes – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick – neben dem kleinen Büchertisch der Autorin – Guido Bolero, DJ aus Bremen, auf dem roten Sofa. Neben sich ein Grammophon und eine stolze Sammlung Schellackplatten. ›Dies verspricht eine Lesung besonderer Art zu werden‹, dachte da wohl manch einer der eingetroffenen Gäste.
Als die letzten Besucherinnen und Besucher die Buchhandlung vereinnahmten, legte zum Auftakt der Veranstaltung Guido Bolero auf. Er ist vielen Bremern mit seinen Klassikern der 20er- bis 50er-Jahre bekannt, wie zu erkennen war. Das Lied von Benny Goodman ›Sing, Sing, Sing‹ versetzte das Publikum sofort in schwungvolle Laune …
Wie gewohnt bei einer Buchpremiere stellten sich zu Beginn der Lesung Janin Rominger vom Bremer Literaturkontor sowie Manuel Dotzauer, Verleger des KellnerVerlages, vor und hießen die zahlreichen Interessenten, unter ihnen auch ein junges Publikum, herzlich willkommen. ›Dass das Thema so viele junge Leute anspricht, hatte ich nicht erwartet‹, äußerte der Verleger erstaunt und zugleich hocherfreut. Soweit die Eröffnung …
Dann wurde die Zuhörerschaft jedoch auf die Probe gestellt. Zum Einstieg der Lesung hielt Moderatorin Ulrike Marie Hille eine lange, geradezu leidenschaftliche Laudatio – gerichtet an die Autorin als Person und Schriftstellerin. Bezogen auf das Buch, verwies sie im Verlauf ihrer Rede auf die gegenwärtige politische Situation im In- und Ausland und betonte: ›Der Roman ‘Swinging Bremen’ von Birgit Köhler ist eine reale historische Zeitgeschichte.‹ Basierend auf Zeitzeugenberichten und aufwendigen Recherchen der Autorin, sei er von hoher didaktischer Qualität, aus literarischer Sicht lebendig und in einfacher Sprache geschrieben. ›Ich würde das Buch sofort bestellen!‹
Den originellen Hut jener Zeitepoche getauscht gegen das Mikro und das Buch hochhaltend, begann Birgit Köhler mit einem jubelnden ›Yeah, ich hab’s geschafft!‹, ihren Vortrag.
›Neben Autorin, Journalistin, Historikerin und Musikliebhaberin bin ich von Herzen Wahlbremerin! Ich liebe Geschichten, Dichtung und Wahrheit‹, verriet sie dem Lesepublikum. ›Ich bin überglücklich, das Buch – mein Buch – in den Händen halten zu dürfen. Ich möchte damit ein Zeichen setzen. Es ist ein Roman zwischen heißen Rhythmen und Bombennächten, erster Liebe und Verrat.‹ Die Autorin berichtete über zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen. So habe sie in ihrem Buch die Bremer Swingkids im Zweiten Weltkrieg – in ihren schicken Klamotten und mit langen Haaren –, die trotz HJ-Streifen, Razzien, Gestapo und Luftkrieg ihre Freiheitsträume lebten, beschrieben. Sie habe ein genaues Bild von Bremen und jenen rebellischen Jugendlichen, die von den N***s wegen harmloser Swingtänze gehasst wurden, entworfen. Junge Menschen, die durch ihre Abneigung zum Regime in Gefahr gerieten und deren Motto es war: ›Lieber im Swingtakt tanzen als im Gleichschritt marschieren.‹
Birgit Köhler las und erläuterte Textauszüge aus ihrem Buch, während in den Denkpausen bekannte Töne vom Grammophon erklangen. Eine perfekte Interaktion!
›Meine Figuren sind fiktiv, die Erinnerungen, die mir zugetragen wurden, sind wahr.‹
Auf die Frage am Ende der Lesung, wie und wann ihr Roman entstanden sei, schilderte Birgit Köhler:
›Als ich 1996/97 für meine Magisterarbeit über Swingkids in der Nazizeit zahlreiche Bremerinnen und Bremer interviewte, hörte ich so viele wunderbare Anekdoten, die für eine rein wissenschaftliche Arbeit viel zu schön schienen. Dennoch hat es mehr als 25 Jahre gedauert, bis ich den Mut hatte, aus dem Material einen fiktionalen Roman zu schreiben … In dieser Zeit habe ich viel Ansporn, Zuspruch und Unterstützung erfahren – die mir Mut machten – während die Play-List auf YouTube mich während des Schreibens inspirierte.‹
Wie war das damals im Krieg? ›Diese Frage hat mich als Heranwachsende lange beschäftigt. Die heutige Jugend in Deutschland hat mit der Antwort ein Problem: Denn die Generation, die die Nazizeit und den Zweiten Weltkrieg bewusst miterlebt hat, ist fast ausgestorben‹ …
›Dennoch ist es mein größtes Anliegen: Nur, wenn wir an die Vergangenheit erinnern, wird sie nicht wiederkehren.‹
Mit Dankesworten an alle, die bei der Entstehung und Veröffentlichung ihres Buches involviert waren, diesen Abend ermöglicht und musikalisch begleitet haben, verabschiedete sich die Autorin. An das Publikum gewandt: ›Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Es war mir ein großes Vergnügen, Ihnen von meinen Begegnungen und Erlebnissen zu erzählen.‹
Zum Abschluss dankte auch Manuel Dotzauer Birgit Köhler und dem Publikum für den gelungenen Abend mit den Worten: ›Er war eine Achterbahn der Emotionen!‹
Darauf das Fazit aller Anwesenden:
Dieser Roman bedarf einer Fortsetzung!

Fotos: Monika Sattelberg

Hier geht’s zum Buch: https://www.kellnerverlag.de/swinging-bremen.html

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