03/09/2026
Neu: das Leica Summicron-M 1:2/66
Die Neuinterpretation des historischen Spionageobjektivs erweitert die Leica Klassik Linie um die einzigartige 66-mm-Brennweite.
Wetzlar, 3. September 2026. Ende der 1960er Jahren entwickelte Dr. Walter Mandler bei Ernst Leitz Canada das Elcan 66 mm f/2. Konzipiert für den Einsatz bei der US Navy, wurde es in einer Auflage von lediglich ca. 200 Exemplaren gefertigt. Damit zählt das Objektiv zu den seltensten des Leica M-Systems und nimmt optisch wie historisch eine Sonderstellung ein. Ihm zu Gedenken präsentiert die Leica Camera AG nun eine Neuinterpretation und erweitert ihre Klassik Linie um das neue Summicron-M 1:2/66.
Schon damals galt Mandler als Koryphäe der Optikentwicklung. Für einen Auftrag der US Navy entwarf er eine Spezialanfertigung zur verdeckten Aufklärungsfotografie. „Der Marine-Nachrichtendienst wollte ein Objektiv, das aussah wie jedes andere, aber so hoch auflöste wie kein anderes“, so Dr. Walter Mandler, Leiter der Entwicklungsabteilung und Vizepräsident der Ernst Leitz (Canada) Ltd., in Midland, Ontario. Die ungewöhnliche Brennweite von 66 mm war dabei kein Zufall, sondern das Resultat einer präzisen Abwägung zwischen höchster Auflösung, feiner Kontrastwiedergabe und kompakter Bauweise. Dieses außergewöhnlich seltene Spionageobjektiv mit rein militärischer Historie schrieb eines der außergewöhnlichsten Kapitel der Leica M-Geschichte.
Historische Überlieferungen legen nahe, dass Ausrüstungen dieses Typs über den ursprünglichen Auftrag der US Navy hinaus während des Kalten Krieges auch bei westlichen alliierten Partnern eingesetzt wurden. Viele ELCAN 66 mm f/2 Objektive werden außerdem mit der Leica KE-7A in Verbindung gebracht, der militärischen Sonderausführung der Leica M4. Zusammen bildeten Kamera und Objektiv kompakte Sets für diskrete Fotografie in Situationen, in denen außergewöhnliche Detailgenauigkeit erforderlich war.