29/05/2026
Immer wieder erstaunlich, wie sich Menschen (vor allem Männer) verändern, wenn sie Macht bekommen. Es dauert nie lange, dann macht sie sich breit in ihren Wirten. Und sie übernimmt fast immer auf die unangenehme Weise: Sie macht sie süchtig, blind, gierig, skrupellos, grausam, ignorant, selbstverliebt…
Verbieten lässt sie sich leider nicht. Sie hat nämlich viele, und sie braucht auch immer viele Unterstützer. Diese geballte Dummheit und der vorauseilende Gehorsam werden durch leicht durchschaubare Plattitüden und verdrehte Tatsachen abgeholt. Das ist ganz leicht, weil die Mitläufer genau dieses Futter lieben. Das ist schließlich schon prima vorgekaut und erspart das Denken.
Es ist die Macht selbst, die auch die charakterstärksten Menschen verführt wie die Schlange Ka Mogli im Dschungelbuch.
Kalligrafie (Original 242 x 273 mm): Tinte mit Taubenfeder auf ein japanisches Shikishi. Danke Sabine Lucas!
Macht macht Macht zur Sucht. Das ist und bleibt bedauerlicherweise so. Also: Finger weg!
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