08/09/2026
Project Online stirbt – und die Hälfte von euch weiß es noch nicht
Am 30. September 2026 zieht Microsoft den Stecker. Nicht "Support endet", nicht "Read-only-Modus", sondern: Licht aus. Wer am 1. Oktober noch auf seine Project Web App klickt, sieht … nichts. Keine Projekte, keine Ressourcen, keine Zeiterfassung. Und nein, es gibt keine Gnadenfrist – auch nicht gegen Aufpreis.
Die gute Nachricht: "Microsoft Project" lebt weiter. Project Desktop 2024, Project Server Subscription Edition und Planner bleiben. Abgeschaltet wird nur ein Produkt – das mit dem SharePoint-Online-Unterbau, das Microsoft nicht mehr in seine Dataverse-Copilot-Zukunft passt.
Die schlechte Nachricht: Der offizielle Nachfolger heißt Planner Premium. Klingt nach Upgrade, ist aber technisch ein anderes Tier – kleiner, jünger, mit harten Grenzen bei Aufgaben, Feldern und Ressourcen. Masterpläne? Gibt's nicht. Enterprise-Ressourcenpool? Auch nicht. Wer echtes Portfoliomanagement betreibt, darf sich zwischen Eigenbetrieb (Project Server SE), Drittanbieter oder schmerzhafter Verschlankung entscheiden.
Und dann ist da noch die Sache mit dem OData-Feed, aus dem in vielen Häusern seit Jahren halbe Power-BI-Landschaften gespeist werden. Der stirbt mit. Genau wie die Power-Automate-Flows, die 2019 ein Praktikant gebaut hat und die niemand auf der Inventarliste hat. Ein Konzernbereich hat seine Projekte im Juli vorbildlich migriert – und im Oktober festgestellt, dass der Auslastungsbericht der Bereichsleitung seitdem leer ist. Projekte gerettet, Steuerung nicht.
Was jetzt zu tun ist: Erst exportieren (dreifach: MPP, OData-Tabellen, Projektsites), dann Integrationen inventarisieren, dann Zielplattform wählen. Nicht andersrum. Der Testtenant zum Üben? Seit April 2026 nicht mehr anlegbar. Ihr probt am Produktivsystem – oder gar nicht.
Die Lizenz ist übrigens meist schon da. Die eigentlichen Kosten stecken in Arbeitstagen. Viele davon.
Vollständiger Artikel mit Checklisten und Entscheidungsmatrix im Kommentar.
Mehr dazu im ausführlichen Artikel, Link in den Kommentaren.
Das Consulting Briefing gibt es auch per E-Mail.