29/08/2026
Jahrelang sah es so aus, als würden Streamingdienste und Vinyl die klassische CD endgültig verdrängen. Doch 2026 zeichnet sich in den USA offenbar ein überraschender Gegentrend ab.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Luminate wurden in den USA allein im ersten Halbjahr 2026 rund 16,3 Millionen CDs verkauft.
Das entspricht einem Wachstum von etwa 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit sollen die CD-Verkäufe zuletzt sogar deutlich schneller gewachsen sein als der Vinylmarkt.
Ein Grund für das Comeback könnte der Preis sein. CDs sind häufig günstiger als neue Vinyl-Veröffentlichungen und bieten Fans trotzdem etwas, das Streaming nicht ersetzen kann: ein physisches Album, das ihnen tatsächlich gehört.
Hinzu kommen aufwendig gestaltete Booklets, limitierte Editionen, Bonusmaterial und spezielle Verpackungen, die CDs wieder stärker zu Sammlerstücken machen.
Gerade jüngere Musikfans entdecken physische Medien zunehmend neu. Ähnlich wie bei Vinyl geht es dabei nicht nur darum, einen Song abzuspielen, sondern ein Album bewusst zu besitzen und eine greifbare Verbindung zum Künstler aufzubauen.
Ob daraus langfristig ein ähnlich großes Revival wie bei Schallplatten entsteht, bleibt abzuwarten. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch: Die CD ist noch lange nicht tot.
Habt ihr noch eine CD-Sammlung zu Hause – oder hört ihr mittlerweile ausschließlich über Streaming?