08/04/2026
WordPress 7 kommt deutlich später. Soweit wir uns erinnern, ist das das erste Mal, dass ein angekündigter großer Launch verschoben wird.
Matias Ventura hat die Verlängerung des Release-Zyklus aufg make.wordpress,org bekannt gegeben. Die Veröffentlichung verzögere sich um einige Wochen, um fundamentale architektonische Details zu finalisieren – primär im Bereich des kollaborativen Arbeitens, heißt es.
Grund:
Es besteht Klärungsbedarf bei der Datenstruktur für das Echtzeit-Collaborative-Editing. Insbesondere soll das Design einer neuen benutzerdefinierten Datenbank-Tabelle finalisiert werden, anstatt eine kurzfristige Übergangslösung (Transients/Postmeta) zu nutzen.
Es werden keine neuen Features mehr aufgenommen; die Zeit dient ausschließlich dem Polishing und der Architektur der bestehenden 7.0-Funktionen.
Real-Time Collaboration (RTC)
WordPress setzt auf HTTP Polling als „kleinsten gemeinsamen Nenner“, um maximale Kompatibilität über alle Hosting-Umgebungen hinweg zu gewährleisten (da WebSockets nicht überall verfügbar sind).
Um Hosts und Administratoren nicht zu überlasten, wird das Feature in Version 7.0 zunächst **deaktiviert** ausgeliefert und muss manuell in den Einstellungen aktiviert werden.
Performance-Werte:
Tests auf WordPress.com ergaben, dass Intervalle von **4 Sekunden** (ohne aktive Mitarbeiter) bis **1 Sekunde** (bei aktiven Mitarbeitern) stabil laufen und eine gute User Experience bieten.
Auswirkungen auf Plugin-Entwickler
Meta-Boxen:
Das neue kollaborative Editieren ist **inkompatibel mit klassischen Meta-Boxen**. Sobald ein Plugin Meta-Boxen nutzt, wird RTC automatisch deaktiviert.
Handlungsbedarf
Entwickler werden angehalten, den verlängerten Zyklus zu nutzen, um ihre Plugins auf moderne Gutenberg-APIs zu migrieren.
Administrative Details
Regressions
Es werden weiterhin Korrekturen für Regressionen und Updates an Build-Tools akzeptiert.
Zeitplan
Ein neuer, finaler Zeitplan für das 7.0-Release wird veröffentlicht, sobald Klarheit über die Datenbank-Struktur herrscht.
WordPress 7.0 setzt voll auf Kollaboration, wählt aber einen konservativen Weg bei der Einführung (Opt-in), um die Stabilität des Ökosystems und der Server-Ressourcen nicht zu gefährden.