26/01/2018
Was ist ein Computervirus?
Ähnlich wie ein Grippevirus verbreitet sich auch ein Computervirus von Wirt zu Wirt und kann sich selbst replizieren. Und so wie sich Viren nicht ohne Wirtszellen vermehren können, können sich auch Computerviren nicht ohne speziell programmierte Dateien, Dokumente usw. vermehren und verbreiten.
Technisch betrachtet ist ein Computervirus eine Art von bösartigem Code oder Programm – geschrieben, um die Funktionsweise eines Computers zu verändern und sich von Computer zu Computer zu verbreiten. Ein Virus schleust sich in ein legitimes Programm oder ein Dokument, das Makros unterstützt, ein oder hängt sich daran an, um seinen Code auszuführen. Dabei ist ein Virus in der Lage, unerwartete oder schädliche Wirkung zu entfalten, z. B. die Systemsoftware zu schädigen, indem er Daten beschädigt oder zerstört
Wie greift ein Computervirus an?
Nachdem sich ein Virus erfolgreich an ein Programm, eine Datei oder ein Dokument angehängt hat, "schläft" er, bis der Computer oder das Gerät dazu veranlasst wird, seinen Code auszuführen. Damit ein Virus Ihren Computer infizieren kann, müssen Sie das infizierte Programm ausführen, wodurch wiederum der Code des Virus ausgeführt wird. Das bedeutet, dass ein Virus auf Ihrem Computer "schlafend" verharren kann, ohne dass Anzeichen oder Symptome zu sehen sind. Sobald der Virus jedoch Ihren Computer infiziert hat, kann er auch andere Computer im selben Netzwerk infizieren. Passwörter oder Daten stehlen, Tastaturanschläge aufzeichnen, Dateien beschädigen, Spam an Ihre E-Mail-Kontakte senden und sogar Ihren Rechner kapern – dies sind nur einige der ärgerlichen und verheerenden Wirkungen, die ein Virus entfalten kann.
Während einige Viren in Absicht und Wirkung eher Spielereien sind, können andere gravierende und schädliche Folgen haben, z. B. Daten löschen oder die Festplatte dauerhaft beschädigen. Es kommt noch schlimmer: Einige von ihnen werden sogar entwickelt, um daraus finanzielle Vorteile zu ziehen
Wie verbreiten sich Computervirus?
In der ständig vernetzten Welt von heute können Sie sich auf vielen Wegen mit einem Computervirus infizieren, von denen einige offensichtlicher sind als andere. Viren können über Anhänge an E-Mail- und SMS-Nachrichten, Datei-Downloads im Internet oder betrügerische Links in sozialen Medien verbreitet werden, und auch Ihre Mobilgeräte und Smartphones können über unseriöse App-Downloads mit Viren infiziert werden. Viren können sich in Anhängen verbergen, die in den sozialen Medien geteilt werden, z. B. in lustigen Bildern, virtuellen Grußkarten oder Audio- und Videodateien.
Um Kontakt mit Viren zu vermeiden, ist es wichtig, beim Surfen im Internet, beim Herunterladen von Dateien und beim Öffnen von Links oder Anhängen Vorsicht walten zu lassen. Eine bewährte Sicherheitsmaßnahme besteht darin, nie SMS- oder E-Mail-Anhänge herunterzuladen, die Sie nicht erwarten, und nie Dateien von Websites herunterzuladen, denen Sie nicht vertrauen.
Wie kann ich mich vor Computerviren schützen?
Wie Sie sehen, ist ein Computervirus, genau wie ein bösartiges Grippevirus, etwas, das Sie tunlichst meiden sollten. Die Begriffe "Virus" und "Schadsoftware" werden zwar häufig synonym verwendet, aber ein Virus ist nur eine von vielen Arten von Schadsoftware und nur ein Aspekt der gesamten Bedrohungslandschaft. Deshalb kann herkömmliche Antivirus-Software Sie nicht vor allen Bedrohungen schützen.