28/05/2026
Der schwerste Teil beim Gründen ist nicht das Gründen selbst.
Es ist diese ständige Versuchung, zurück in den alten Modus zu fallen. Besonders wenn man aus einem Konzern kommt. Da wusste man morgens, was der Tag von einem will. Nicht immer schön, aber verlässlich.
Das fällt weg.
Und beim Aufbau von Opny merke ich gerade sehr konkret, was das bedeutet. Heute glaubst du, ihr habt die Richtung. Morgen sitzt du da und weißt, da muss nochmal ran. Positionierung, Produkt, Zielgruppe, Vertrieb… das ist kein linearer Prozess. Es ist ein dauerndes Justieren.
Was ich dabei unterschätzt hatte: Es ist nicht die Arbeit, die zermürbt. Es sind die Entscheidungen, die du treffen musst, obwohl du noch längst nicht alle Antworten hast.
Von außen sieht das niemand. Logo, Website, ein paar Posts. Was dahinter steckt, ist meistens deutlich unordentlicher.
Wir versuchen bei Opny rauszufinden, welches echte Problem Unternehmen in den nächsten Jahren haben werden und wie man dafür etwas baut, das wirklich gebraucht wird. Nicht nur gut klingt. Das ist auf dem Papier eine klare Frage. In der Realität bedeutet es viele Gespräche, falschen Annahmen hinterherlaufen, Korrekturen, nochmal von vorne.
Aber so entsteht Klarheit. Nicht durch mehr Nachdenken.
Sicherheit bekommst du nicht, bevor du anfängst. Du bekommst sie unterwegs.