02/05/2021
Heute sind in erster Linie junge Startups, mit digitalen Geschäftsmodellen, die wichtigsten Treiber der globalen Wirtschaft. Bis auf das in der Kreidezeit gegründete HighTech-Unternehmen SAP spielen in puncto Zukunftstechnologien, keine weiteren Entwicklungen „Future Made in Germany“.in der Weltliga eine vorzeigbare Rolle.
• Ägyptens Unterstützung für Jungunternehmer wächst
• Belgische Startup-Szene entwickelt sich dynamisch
• Chinesischer Staat bereitet Nährboden für Tech-Start-ups
• Die Schweiz bietet solide Basis für junge Firmengründer
• Gründerkultur der USA bleibt weltweiter Benchmark
• Gute Forschungsmöglichkeiten für Start-ups in Luxemburg
• In Kolumbien entwickelt sich eine Gründerkultur
• Mexiko ist zweitgrößtes Start-up-Ökosystem in Lateinamerika
• Niederländischer Handelsgeest beflügelt die Start-up-Szene
• Polens Regierung will Innovationen stärker fördern
• Schweden ist globaler Hub für Technologie-Start-ups
• São Paulo gilt als Gründerzentrum Lateinamerikas
• Vietnams Start-up-Szene ist noch jung, aber quirlig
Deutschland In dem Land der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt, wo schnelles Internet fehlt, lassen sich innovative Geschäftsmodelle gar nicht erst starten. Deutschland belegt im Ranking nur den 31. Platz mit durchschnittlichen Datenraten von 69,4 Mbit/s. Lichtenstein und die Schweiz liegen bei knapp 116, Mbits/s und Rumänien sogar bei 140 Mbit/s.
Für deutsche Start-ups existieren in den USA spezielle Fördermöglichkeiten. Dazu gehört der „German Accelerator Tech“ mit Niederlassungen in San Francisco, im Silicon Valley, in Boston und in New York. Start-ups mit Interesse können sich auf der Internetseite des Accelerators für eine Förderung bewerben.
Die Schweizer Start-up-Szene ist auch für ausländische Investoren attraktiv. Dies zeigt das Interesse an Unternehmensansiedlungen und der Präsenz internationaler Geldgeber vor Ort. So haben nicht nur die Topinvestoren aus dem Silicon Valley wie Google Ventures einen Fokus auf die schweizerische Gründerszene gelegt sondern zunehmend auch Unternehmen aus China, die sich im Lande niederlassen, darunter Tencent und das Onlineportal Alibaba. Letzteren findet man etwa unter den Early-Stage-Investoren, die 17 Millionen Schweizer Franken (sfr) in Wayray investiert haben. Das Start-up entwickelt holographische Augmented Reality für Autos. In den vergangenen Jahren haben chinesische Firmen über 50 Mrd. US$ in der Schweiz investiert. Im Jahr 2017 stammten laut dem Swiss Venture Capital Report 2018 über 70 Prozent des in Start-ups investierten Kapitals von ausländischen Investoren.
Längst haben auch deutsche Gründer die Schweiz entdeckt. Die politischen Rahmenbedingungen, die Sprache sowie Arbeitseinstellung und Mentalität sind vertraut. Sowohl Fintech-Start-ups, oder Jungunternehmen aus anderen Technologiesparten: immer mehr junge innovative Firmengründer zieht es in die Schweiz. Aufgrund der überschaubaren Szene lassen sich dort schnell Netzwerke aufbauen.
Anfang Juni 2018 fand erstmalig das sogenannte "Market Entry Bootcamp" im Kraftwerk Zürich statt. Angesprochen waren internationale Start-ups mit innovativen Geschäftsideen in den Bereichen Finanztechnologien (Fintech und Crypto), Lifesciences, Nahrungsmittel sowie Infrastruktur und Mobilität. Laut Bericht des startupticker, einem schweizerischen Informationsportal rund um die Start-up-Szene, waren 50 internationale Start-ups aus über 21 Ländern in der Schweiz, um das Schweizer Start-up Ökosystem kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Das Programm fand in dieser Form zum ersten Mal in der Schweiz statt und hatte unter anderem zum Ziel, den Innovationsplatz Schweiz international zu positionieren.